Themenfelder

Die Textilbranche in Deutschland unterzieht sich in den letzten Jahren einem starken Wandel, um die verbliebenen Kompetenzen und Kapazitäten in Deutschland zu erhalten. Dies führt zu einer Zweiteilung der Branche in

  • qualitativ hochwertige und hochmodische Bekleidung und Heimtextilien und
  • funktionalisierte Textilien für technische oder medizinische Anwendungen.

Daraus ergibt sich seitens der Textil- und Bekleidungsindustrie ein immer stärker steigender Bedarf an Fachkräften mit Kenntnissen im Umgang mit neuen Materialien, Prozessen, Verfahren und Anforderungen potentieller neuer Kunden und Entwicklungspartner, aber auch mit der Entwicklung und Produktion von Klein- und Kleinstserien bis hin zu Stückzahl eins. Von Seiten der Kunden wächst speziell im Hinblick auf Leichtbau und Energieeinsparung das Interesse an textilen Werkstoffen wie beispielsweise Carbon-, Keramik- oder Glasfasern. Da sich die Verarbeitung von textilen Werkstoffen unter anderem aufgrund ihres biegeschlaffen Verhaltens sehr von der Verarbeitung von steifen Materialien wie Metallen unterscheidet, entsteht auch bei den Unternehmen der nun angrenzenden Industrien ein Bedarf an einem Mindestverständnis textiler Grundlagen und der Kenntnis spezieller Eigenschaften von Hochleistungsfasern, um diese in geeigneter Form in innovative Produkte und Prozesse integrieren zu können. Darüber hinaus verbessert die Vermittlung eines gemeinsamen Basiswissens die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit sowie den Austausch von Personal zwischen den beteiligten Branchen signifikant.

Basierend auf diesen Bildungsbedarfen wurde für die Erarbeitung von Kursen im Rahmen des Forschungsvorhaben folgende drei Themenfelder indentifiziert: